So-Yeun Lee

September 04 through October 15, 2009

Mit gelber Perücke, 2007/2008

So-Yeun Lee

1971           
born in An-song, Corea
1991-1995 
studies painting at  Su-Won University, Su-Won, Corea
2002-2006 
Kunstakademie Muenster

Exhibitions (selection)

2008
Samsung Museum of Contemporary Art, Seoul, Corea
Cais Gallery, Hongkong
Johyun Gallery, Busan, Corea (solo)

2007
Galerie Conrads, Düsseldorf (solo)
Meisterklasse, Kunstverein Gelsenkirchen
Neue Malerei, Kunsthaus Essen
Corean Cutural centre, Paris

2006
Contemporary Positions in Painting,  Staedtische Galerie, Lippstadt      
 Face to Face,  Ausstellungshalle zeitgenoessische Kunst, Münster

2005           
Abgefahren, Kunsthalle, Lingen
REMIX Focus Malerei - Kuenstlerische Strategien heute, Columbus Art Foundation, Ravensburg
Blumenkleid, Duelmener Kunstverein, Duelmen

2004           
Empreis Art Award 2004, NRW-Forum Kultur und Wirtschaft,Duesseldorf und Museum Baden, Solingen
Unten durch, Kunstprojekt im Tunnel unter dem Hindenburgplatz, Muenster



So-Yeun Lee malt – seit sie in Deutschland lebt - ausschließlich Selbstporträts und folgt darin den Vorgaben des klassischen Porträts. Ihre eigene Person ist Ausgangspunkt von Selbstdarstellungen, anhand derer sie gesellschaftliche Fragen selbstreflexiv durchdekliniert. Sie schlüpft in verschiedene Rollen - und das offenbar mit großem Vergnügen. Kleider und Accessoires sind wichtige Bestandteile ihrer Bilder. Das Selbstbildnis bietet ihr dabei vielfältige Möglichkeiten für weibliche Rollenspiele: Mal zeigt sie sich im Negligé, mit wasserstoffblonder Perücke und Babypuppe, mal im Schulmädchenlook mit Minirock und geringelten Strümpfen, dann wieder weiblich im Pelzmantel oder im Blümchenkleid mit einer überdimensionierten Sonnenbrille. Doch die Fröhlichkeit und Leichtigkeit, mit der sie den kulturellen Rollenerwartungen begegnet, steht in einem subtilen Gegensatz zum unbeteiligten Gesichtsausdruck. Folgt man den Arbeiten, die in den letzten beiden Jahren entstanden, so bleibt das stilisierte Gesicht, angesiedelt zwischen klassischer No-Maske und modernem Manga die einzige Konstante in den Bildern. Scheinbar abgeklärt tritt sie den eigenen Phantasien und denen des Betrachters gegenüber.