So-Yeun Lee
1971 born in Ansong, Korea
1995 B.F.A. in painting at Suwon University, Su-Won, Corea
2002 Kunstakademie Muenster
2007 Meisterschüler
Exhibition (selection)
2009
Spring Fever, Gallery Teratokyo, Tokyo (solo)
CONRADS, Duesseldorf, Germany (solo)
2008
Cais Gallery, Hongkong (solo)
The Bridge, Gana Gallery, Seoul
I, You & Us, Johyun Gallery, Busan, Seoul
Seoul Museum of Art, Seoul Korea
Neue Malerei, Kunsthaus Essen
2007
CONRADS, Duesseldorf (solo)
Young culture in the reflection contemporary painting, Kunsthaus, Essen, Germany
Particules libres-nouvelle generation d artistes coréens en Europe,
Cité Internationale des Arts,Paris, France
2006
Face to Face, Ausstellungshalle zeitgenoessischer Kunst, Muenster
(with Philippe Akkerman, Anton Henning, Kareen Kilimnik, Jonathan Meese a.o)
Flaeche und Farbe, Contemporary positions in painting, Galerie im Rathaus, Lippstadt
Meisterklasse, Gelsenkirchen
2005
Abgefahren, Kunsthalle und Kunstverein, Lingen; Germany
REMIX Focus Malerei - Kuenstlerische Strategien heute, Columbus Art Foundation, Ravensburg, Germany
Blumenkleid, Rathaus, Duelmener Kunstverein, Duelmen, Germany
2004
Empreis Art Award 2004, NRW-Forum Kultur und Wirtschaft,Duesseldorf und Museum Baden, Solingen, Germany
Unten durch, Kunstprojekt im Tunnel unter dem Hindenburgplatz, Muenster, Germany
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Nach einigen Jahren in Deutschland kehrte So-Yeun Lee 2007 in ihre Heimat Korea zurück und hat seitdem in kurzer Zeit ihre künstlerische Position etabliert.So wurde sie 2008/2009 zu großen Museums- und Galerieausstellungen in Korea, Japan und Hongkong (CAIS Gallery) eingeladen.
Sie kam Ende der Neunziger Jahre an die Kunstakademie in Münster und beendete das Studium der Malerei dort 2007 als Meisterschüler. Seit ihrem Studium in Europa, das mit vielen Reisen verbunden war, malt So-Yeun Lee ausschließlich Selbstporträts und folgt dabei in geradezu altmeisterlicher Perfektion den Vorgaben des klassischen Porträts.
Ihre eigene Person ist Ausgangspunkt für Selbstdarstellungen, anhand derer sie gesellschaftliche Fragen reflektiert und sie dabei nicht selten humorvoll und selbstironisch kommentiert.
Sie osziliiert zwischen den Kulturen - und das mit großem Vergnügen. Das Selbstbildnis bietet ihr vielfältige Möglichkeiten für Rollenspiele: Mal zeigt sie sich im Negligé, mit wasserstoffblonder Perücke und Babypuppe, mal im Schulmädchenlook mit Minirock und und überdimensionierter Brille, dann wieder im Pelzmantel vor einer Landschaftskulisse aus dem Münsterland. Kleider und Accessoires sind wichtige Bestandteile ihrer Bilder, weil sich darüber kultureller Kontext wie auch Gruppenzugehörigkeit und Selbstverständnis immer wieder neu und anders definieren lassen.
Doch die Fröhlichkeit und Leichtigkeit, mit der sie den kulturellen Rollenerwartungen begegnet, stehen in einem subtilen Gegensatz zum undurchdringlichen, unbeteiligten Gesichtsausdruck. Folgt man den Arbeiten, die in den letzten Jahren entstanden, so bleibt das stilisierte Gesicht, angesiedelt zwischen klassischer No-Maske und modernem Manga die einzige Konstante in den Bildern. Kühl und abgeklärt tritt sie eigenen Phantasien und denen der Betrachter entgegen.
Text: Galerie